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(Ressourcen, Rituale, Atemtechniken, Achtsamkeit, Entspannung, Meditation, kleine Gesundheitshilfen…)

In dieser Gesprächsrunde geht es um einen Austausch:

  • Wie geht wer mit seinen psychischen und gesundheitlichen Auswirkungen nach dem Mord am Kind/Angehörigen um?
  • Was tut jeder für sich, um seine Gesundheit nicht noch weiter zu belasten?
  • Wie kann die Naturheilkunde wirken?
  • Wie helfen mir Entspannungen, Atemtechniken, Meditation u.a.?

Buch, Alt, Wolken, Baum, Vögel, Bank

–> Keiner muss „müssen“

Es gibt nichts, was ich haben muss,

nichts, was ich tun muss, und

nichts, was ich sein muss,

außer genau das, was ich in diesem Moment bin.

(Neale Donald Walsch)

Geranie, Wellen, Wasser, Ringe, Kreise

Resilienz – Der Wille zu überleben

(Quelle: Dachverband der Gemeindepsychiatrie e.V.)

Resilienz ist der Wille zu überleben. Das Wort Resilienz ist vom lateinischen Verb „resilere“ = „zurückspringen“, „abprallen“, abgeleitet. Im Englischen meint „resilience“ die Spannkraft, Elastizität, Strapazierfähigkeit und Zähigkeit. „Resilienz bedeutet, die eigene Stärke zu entwickeln und zu schulen.“ Resilienz bedeutet, den Widrigkeiten des Lebens aktiv und zuversichtlich zu begegnen und meint auch die Fähigkeit, Stress und Belastung erfolgreich zu bewältigen, seelisch stabil zu bleiben.

Resiliente Menschen verfügen über ein großes Handlungsspektrum an Fähigkeiten, die ihnen helfen, Schwierigkeiten und Krisen zu bewältigen. Der Gegenbegriff der Resilienz ist Verletzlichkeit. Psychisch erkrankte Menschen sind sehr verletzlich und nicht selten dünnhäutig. Bei einer hohen Verletzlichkeit und Dünnhäutigkeit besteht somit ein deutlich höheres Risiko, unter Einfluss von Belastungen vielfältige Formen von Störungen, Auffälligkeiten und Krankheiten zu entwickeln. Deshalb ist es für psychisch erkrankte Menschen besonders wichtig, Resilienz aufzubauen.

Resilienz ist kein angeborenes, stabiles und generell einsetzbares Persönlichkeitsmerkmal. Der Austausch zwischen dem Einzelnen und seiner Umwelt ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung. Resilienz entwickelt sich, wenn der Mensch in schwierigen Lebenssituationen auf Schutzfaktoren zugreifen kann.

Die sieben Säulen der Resilienz:

1. Optimismus Den Mut aufbringen, die Welt anders zu betrachten. „Ist das Glas halb voll oder halb leer?“

2. Akzeptanz „Über Probleme reden schafft Probleme! Über Lösungen reden schafft Lösungen!“ (Steve de Shazer)

3. Lösungsorientierung „Ich kann mich über alles ärgern, bin dazu aber nicht verpflichtet.“

4. Aufgeben der Opferrolle – Selbstwirksamkeit Hoffnungslosigkeit aufgeben, – in der Krise eine Chance sehen

5. Selbstverantwortung übernehmen Für eigene Gedanken, Gefühle und Reaktionen zuständig sein, statt die Ursache bei jemandem anderen zu suchen / zu finden oder den Verhältnissen zuzuschreiben

6. Beziehung gestalten – Netzwerkorientierung Sich nicht allein fühlen, Gemeinschaft suchen, verankert sein in einer sozialen Gruppe, insbesondere in der Familie

7. Zukunftsplanung Realisieren, dass man eine Zukunft hat – Vergangenheit ist vorbei. Es bedarf darüber hinaus eines Umdenkens in der Gesellschaft, damit alle von den Erkenntnissen der Resilienzforschung partizipieren können. Je mehr Menschen von diesen Erkenntnissen der Resilienzforschung geprägt werden, desto größer ist die Chance, dass es ihnen gelingt, ein neues Miteinander zu leben und eine von Toleranz und Mitmenschlichkeit geprägte Gesellschaft zu bilden, in der auch der psychisch erkrankte Mensch mit seinen Einschränkungen und Möglichkeiten als vollwertiges Mitglied leben kann.

Glas, Flüssigkeit, Halb Voll, SchwarzGlas, Becher, Flüssigkeit, BlauElternschaft, Freundschaft, PflegeLass Es Sein, Regen, Tröpfchen, TränenMedizinrad, Weisheit, Macht, Vision

Empfehlungen des ANUAS e.V. für Betroffene, neben einer fachlichen Betreuung:

  • Regelmäßige Bewegung an frischer Luft baut Stress ab, frische Luft und die freie Natur beeinflussen Atmung und Psyche positiv
  • Zimmergymnastik kann auch ein Ersatz sein: lästige Gase werden aus geleitet, das Blut kommt in größere Bewegungen und wird den äußersten Körperteilen zugeführt. Die einzelnen Muskeln des Körpers werden trainiert und gestärkt
  • Gesunde Ernährung: frisches Obst und Gemüse versorgen den Organismus mit Mikronährstoffen, die gut für die Nerven sind
  • Ausreichende Erholungspausen einlegen, um Kraft zu tanken
  • Entspannungstechniken erlernen und nutzen
  • Kontakt mit anderen Menschen pflegen. Gespräche mit anderen Menschen sind gut für die Seele
  • Ausreichend gesunder Schlaf: abends bewusst abschalten, wenn nötig mit Entspannungstechniken, Bachblüten und Kräuteranwendungen
  • Ein Stresstrauma kann nicht mit Alkohol betäubt werden
  • die Situation wird nicht verbessert, sondern führt dazu, dass Sie verdrängen
  • Gönnen Sie sich etwas Schönes, machen Sie, was Ihnen Spaß macht und wozu Sie Lust haben
  • Streichen Sie das Wort „muss“ aus Ihrem Wortschatz – Sie müssen gar nichts, Sie wollen aber alles – Sie wollen weiter leben, verstehen und akzeptieren – tun Sie selber was dafür, der ANUAS e.V. hilft Ihnen beratend weiter
  • Wechselduschen – mit kaltem und warmem Wasser – es werden über die Haut Temperaturreize vermittelt, die im Körper positive Reaktionen auslösen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt, Kreislauf und Nervensystem werden angeregt.

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