Bild in Originalgröße anzeigen Druckversion Satzung – 2016

Satzung

 

Präambel:

Der Bundesverband ANUAS e.V. – Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-, Tötungs-Suizid- und Vermisstenfällen, nachfolgend ANUAS genannt, ist eine bundesweite Betroffenen-Opfer-Hilfe- und Selbsthilfeorganisation. Er versteht sich als bundesweiter Interessenvertreter und stützender Partner für betroffene Angehörige. Dazu zählen alle in Deutschland lebenden Betroffenen, eingeschlossen Flüchtlinge und Migranten.

Darüber hinaus will der Bundesverband im Sinne sozialer Verantwortung und aus Erfahrungen der eigenen Betroffenheit für die Betroffenen als Hilfsorganisation Einfluß auf die Gesellschaft nehmen, um die Sorgen und Nöte dieser Menschen stärker in das  Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und Verbesserungen in der Umsetzung der Gesetze zu ermöglichen.

ANUAS setzt sich für Hilfen und Gerechtigkeit im Umgang mit betroffenen Angehörigen ein, die überlebendes Opfer psychischer und / oder körperlicher Gewalt geworden sind.

 

Als Selbsthilfeorganisation koordiniert ANUAS bundesweit die Hilfe zur Selbsthilfe, in Berlin u.a. in Form einer Selbsthilfekontaktstelle.

ANUAS organisiert Hilfen zur Selbsthilfe für betroffene Angehörige.

Weiterhin wird in enger Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, Regionalstellen, Selbsthilfevereinen und Selbsthilfegruppen ein flächendeckendes Selbsthilfeangebot im Gesundheitswesen für Betroffene bundesweit angestrebt und unterstützt.

 

Die Hilfsangebote dienen ebenfalls der bundesweiten Unterstützung für Angehörige von Tätern.

 

Der ANUAS handelt subsidiär und repräsentiert die Arbeit seiner Mitglieder als Bundesverband.

Der ANUAS organisiert und bündelt die Interessen seiner Mitglieder und vertritt diese gegenüber Leistungsträgern, den Länder- und Bundesverwaltungen, der Länder-, Bundes- und Europapolitik sowie anderen Verbänden.

 

§1 – Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen

       „Bundesverband ANUAS e.V.  –  Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-/Tötungs-/Suizid- und Vermisstenfällen

  1. Sitz des Vereins ist Berlin.
  2. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§2 Gemeinnützigkeit – Zweck des Vereins und Zweckverwirklichung

  1. Der Verein ist selbstlos (§ 55) tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  1. Notwendige finanzielle Mittel werden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse, Zuwendungen und Fördermittel aufgebracht
  1. Der Verein erfüllt ausschließlich und unmittelbar im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung gemeinnützige (3.1.) und mildtätige (3.2.) Zwecke.

3.1. gemeinnützige Zwecke §52 :

Der Verein verfolgt Tätigkeiten, die ausschließlich und unmittelbar darauf gerichtet sind, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet        selbstlos zu fördern.

Für den ANUAS zutreffend:

-1 AO: Förderung von Wissenschaft und Forschung

. Erstellung von Forschungsvorhaben in den Bereichen der Gewalt- und Opferforschung, Ethnologie, Psychotraumatologie und Traumatherapie sowie Akutintervention, Trauma- und Krisenintervention,

. Netzwerkaufbau mit anderen Fachgesellschaften und Institutionen des Gesundheitswesens sowie der seelischen Gesundheit mit dem Ziel der Verbesserung der Gesundheits- und Gewaltforschung. Dabei muß es sich um gemeinnützige Körperschaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts handeln.

. Alle Forschungsarbeiten des Vereins werden regelmäßig zeitnah veröffentlicht, um so die Förderung der Bildung der Allgemeinheit sicherzustellen

 

– 7 AO: Die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe

. bundesweite Onlinefachberatung

. Angebote bundesweiter Projekte und Fachfortbildungen zum Opferschutz und Gewaltprävention sowie der Gesundheitsförderung

 

-9 AO: Die Förderung des Wohlfahrtswesens, insbesondere der Zwecke der anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege, ihrer Unterverbände und ihrer angeschlossenen Einrichtungen und Anstalten

. Mitgliedschaften in Wohlfahrtsverbänden und / oder Unterverbänden der Wohlfahrtspflege mit dem Ziel der weiteren Vernetzung und des Wissensaustausches in Bereichen der Gesundheitsprävention, des Opferschutzes und der Gewaltprävention

. Akut- und Krisenhilfe in Form der Telefonseelsorge – beim ANUAS unter der Bezeichnung „Sorgentelefon“

. Förderung der rechtlichen Gleichstellung von betroffenen Menschen mit seelischen Erkrankungen / Behinderungen

. Öffentlichkeitsarbeit / Netzwerkarbeit zur Erweiterung und Verbesserung der Förderung des Wohlfahrtswesens

 

-20 AO: Die Förderung der Kriminalprävention

. Projekte zur Prävention der Gesundheit, Gewalt und Kriminalität

. Präventionsangebote bei der Bewältigung von Suizid- und Selbstjustizgedanken

. Restorativen Justice, z.B. Täter-Opfer-Ausgleich speziell mit dem Ziel der Umsetzung und Verbesserung des Opferschutzes

. Errichtung einer neutralen Schiedsstelle, in Form eines Ombuds-Projektes  für betroffene Angehörige des ANUAS

. Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Rechte für Angehörige der ANUAS-Betroffenen = Gewaltopfer (entsprechend EU-Richtlinie zum Mindeststandard für Gewaltopfer)

. Aufbau eines Gewaltpräventions-Netzwerken

 

-25 AO: Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke

. Mitgliedschaft in Dach-, Bundes- und Landesverbänden zum Zweck des Netzwerkausbaus, Erweiterung der Hilfsangebote, Bündelung und Optimierung der Hilfsangebote für betroffene Menschen

. Förderung der Nächstenliebe und Moral innerhalb der Gesellschaft, als Verbesserung eines sozial-politischen-gesellschaftlichen Problems

. Förderung des sozial-kulturellen Miteinanders durch entsprechende Projekte, speziell beim ANUAS über eine themenübergreifende Selbsthilfekontaktstelle, Inklusion-Integration bei psychisch-gesundheitlichen Folgen, mildtätige Betreuung und Begleitung psychisch Behinderter

. Seelsorge und Hilfe zur Selbsthilfe wird organisiert über bundesweite Gesprächskreise, Selbsthilfeprojekte und das ANUAS-Sorgentelefon sowie Selbsthilfe-Thementage

. Kinder- und Jugendprojekte aus Gewaltfamilien oder als Angehörige der Betroffenen des ANUAS e.V. als Gewaltprävention

 

3.2. mildtätige Zwecke §53:

Der Verein verfolgt mildtätige Zwecke, deren Tätigkeit darauf gerichtet ist, Personen selbstlos zu unterstützen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind

Beim ANUAS betrifft das speziell Personen (Gewaltopfer), deren wirtschaftliche Lage aus Gründen der ihnen zugefügten Gewalt zu einer Notlage geworden ist.

 

4. Verwendung der Mittel des Vereins 

4.1. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden (§ 56), die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des       Vereins.

4.2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

4.3. Die Mitglieder des Vorstands können für ihren Arbeits- oder Zeitaufwand (pauschale) Vergütungen in Verbindung mit der Opferbetreuung und       OpferSelbsthilfe sowie Weiterbildungen zum Opferschutz, der Gewaltprävention erhalten. Der Umfang der Vergütung darf nicht unangemessen hoch sein. Maßstab der Angemessenheit ist die gemeinnützige Zielsetzung des Vereins. Ebenso besteht Anspruch auf Zahlung der gesetzlich festgelegten Ehrenamtspauschale.

4.4. Der Verein wird die Mittel nicht für unmittelbare oder für die mittelbare Unterstützung oder Förderung politischer Parteien verwenden.

4.5. Mittel des Vereins sollen nur für solche Zwecke verwendet werden, für die Mittel der öffentlichen Hand nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Mittel dürfen nicht verausgabt werden, wenn als Folge eine Minderung der Mittel der öffentlichen Hand zu erwarten ist

4.6. Der Verein verwendet seine Mittel grundsätzlich zeitnah für seine steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke (§ 55 Abs. 1 Nr. 5 AO). Der Verein darf sich zur Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben auch der Hilfe von Dritten bedienen.

 

Beim ANUAS:

  • für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögensgegenständen, Hilfsmitteln und Arbeitsmitteln
  • für die Durchführung von Projekten, notwendige Weiterbildungen zur Erfüllung der gemeinnützigen Aufgaben des Vereins und die damit verbundenen Ausgaben
  • für Kosten in Verbindung von Anmietung und Nutzung der entsprechenden Räumlichkeiten zur Ausübung des Vereinszwecks sowie deren Pflege und Instandhaltung,
  • für die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamtes sowie der Mitgliederpflege

 

§3 – Mitgliedschaft, Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche, volljährige und juristische Person werden
  2. Mitglieder unterstützen bzw. fördern die Interessen des ANUAS
  3. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Mitgliedschaft im Verein

 

Der Verein hat

a) Vollmitglieder = aktive Mitglieder

. Der Aufnahmeantrag muss schriftlich erfolgen und unterschrieben sein.

Über einen schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

. Bei Ablehnung des Aufnahmegesuchs ist der Vorstand nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.

. Das Mitglied muß einen Mitgliedsbeitrag zahlen, geregelt in der aktuellen Beitragsordnung.

 

Rechte des Mitgliedes

–              Teilnahme an Mitgliederversammlungen

–              Stimmrecht bei der Wahl des Vorstandes

–              Mitentscheidungs- und Abstimmungsrecht bei Beschlüssen

–              Mitwirkung bei sozialen Maßnahmen des Vereins

–              Stellen eines Antrages auf Streitschlichtung

–             Gerichtliche Anfechtung von Beschlüssen

 

Pflichten eines Mitgliedes

–              Anerkennung, erkennbare Unterstützung und Förderung der Ziele des Vereines

–              gewissenhafte Realisierung übernommener Aufgaben

–              Verschwiegenheit über interne Angelegenheiten des Vereins gegenüber Außenstehenden

–              regelmäßige Zahlung des Mitgliedsbeitrages

 

Vor der Vollmitgliedschaft ist eine mindestens 1jährige Fördermitgliedschaft notwendig.

 

b) Assoziierte Mitglieder sind mitwirkungsberechtigt, aber nicht stimmberechtigt.

 

Die Rechte und Pflichten der Assoziierten Mitglieder sind in der Richtlinie für Assoziierte Mitglieder geregelt.

Ein Mitgliedsbeitrag muß nicht zwingend gezahlt werden. Die Unterstützung des ANUAS e.V. kann durch aktive Unterstützung geregelt sein.

 

c) Fördermitglieder sind mitwirkungsberechtigt, aber nicht stimmberechtigte Mitglieder.

. aktive Fördermitglieder und  passive Fördermitglieder müssen einen Fördermitgliedsbeitrag zahlen.

. Die Rechte und Pflichten der Fördermitglieder, sowie die Höhe des Mitgliedsbeitrages sind in der Richtlinie für Fördermitglieder geregelt.

 

d) Mitglied „Organisation“ ist mitwirkungsberechtigt, aber nicht stimmberechtigtes Mitglied.

ANUAS e.V. ist jederzeit an einer intensiven Netzwerkarbeit interessiert, um optimale Angebote für Hilfesuchende anzubieten. Die Kooperation mit Partnerorganisationen dient der Erweiterung des sozialen Netzwerkes und damit des Austausches der Hilfsangebote.

 

. Das Mitglied „Organisation“ muß eine eigenständige, gemeinnützige und ein eingetragener Verein sein.

. Das Mitglied muß einen Mitgliedsbeitrag zahlen. Die Beitragsregelung wird im aktuellen Aufnahmeantrag geregelt.

 

  1. Beenden der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet

–   durch Tod des Mitgliedes,

–   bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, wenn die Bestätigung einer amtlichen      Betreuerschaft nicht schriftlich vorliegt.

–    durch Austritt oder

–    durch Ausschluss.

 

Der Austritt kann nur zum Schluss eines Kalenderjahres, mindestens 2 Monate vorher, durch schriftliche Erklärung dem Vorstand übermittelt werden.

Erfolgt diese Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam.

Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Postaufgabe maßgeblich.

 

Der Ausschluss eines Voll-Mitgliedes kann durch Vorstandsbeschluss erfolgen, wenn das Mitglied

 

–              die Bestimmungen der Satzung, Ordnungen oder die Interessen des Vereins verletzt,

–              die Anordnungen oder Beschlüsse der Vereinsorgane nicht befolgt

–              mit der Zahlung seiner finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verein trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung im Rückstand ist

 

Eine sofortige Kündigung durch den Verein ist durch Ausschluss wegen Vereins schädigenden Verhaltens möglich.

 

Vor der Entscheidung über den Ausschluss hat der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zu geben, sich mündlich oder schriftlich zu äußern.

Hierzu ist das Mitglied unter Einhaltung einer Mindestfrist von 10 Tagen schriftlich aufzufordern.

Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Betroffenen mittels Brief per Einschreiben  bekannt zu geben.

Gegen den Ausschlussbeschluss steht dem Betroffenen keine Beschwerderechte zu.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass der ordentliche Rechtsweg nicht ausgeschlossen werden kann.

 

  1. Disziplinarmaßnahmen

 

  • Verstöße gegen die gültige Ordnung bei der Arbeit im Verein und die übernommenen Pflichten durch Mitarbeiter und Mitglieder sind in folgender Reihenfolge – jeweils schriftlich – zu ahnden:

 

. Ermahnung

. Abmahnung

. Ausschluss

 

  • Diese spricht der Vorstand aus.
  • Die Disziplinarmaßnahme „Ausschluss“ erfolgt bei Mitgliedern durch den Vorstand.
  • Bei Vorstandsmitgliedern entscheidet die Mitgliederversammlung, mit einer einfachen Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

§4  – Beiträge

  1. Der Verein erhebt zur Erfüllung seiner Aufgaben Beiträge.
  2. Die Höhe der Beiträge wird durch eine gesonderte Beitragsordnung innerhalb des Vorstandes geregelt.
  3. Der Mitgliedsbeitrag muß generell in der Höhe gezahlt werden, welcher in der Beitragsordnung geregelt ist. Dafür ist nicht entscheidend, wie viele Monate des Jahres bereits vergangen sind. (Das Jahr zählt von Januar – Dezember d.J. mit einem vollen Mitgliedsbeitrag)

 

§5 – Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

– die Mitgliederversammlung Jahresversammlung, mit allen Mitgliedern (Voll-Mitglieder, Assoziierte Mitglieder, Fördermitglieder und Mitglied „Organisation“)

– der Vorstand

 

§6 – Mitgliederversammlung

 

  1. Die Mitgliederversammlung als Organ ist insbesondere für folgende Angelegenheiten zuständig:
  • Wahl (alle 5 Jahre – Wiederwahl ist zulässig), Abberufung und Entlastung des Vorstandes (jährlich), Revision (alle 5 Jahre)
  • Neufassung und Änderung der Satzung
  • Beschlussfassung über die Vereinsauflösung
  • Entgegennahme des Geschäftsberichtes vom Vorstand
  • weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach Gesetz ergeben
  • kann die Bildung weiterer Gremien oder Vereinsorgane vorschlagen.

 

  1. Die Mitgliederversammlung muss mindestens einmal jährlich stattfinden.

Eine Mitgliederversammlung muss erfolgen, wenn dies mindestens 20% der Mitglieder verlangen.

 

  1. Einberufung einer Mitgliederversammlung (bestehend aus allen anwesenden Mitgliedern) Die Einberufung erfolgt schriftlich – auch per E-Mail möglich – durch den ersten Vorsitzenden, an die letzte, dem Verein bekannt gegebene (E-Mail-)Adresse

 

  • unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 2 Wochen,
  • unter Bekanntgabe der Tagesordnung.

 

Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich fordert.

Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekanntzumachen.

 

  1. Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, das von dem Versammlungsleiter und einem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

 

  1. Wahlen werden geheim durchgeführt, wenn einer offenen Abstimmung von mindestens einem stimmberechtigten Mitglied widersprochen wird.

 

  1. Ein Mitglied kann bei Abwesenheit ein anderes Mitglied bevollmächtigen.

Die Vollmacht muss schriftlich erfolgen und genau benennen, worauf die Vollmacht sich bezieht.

 

Die Vollmacht und die Benennung der bevollmächtigten Person müssen bis eine Woche vor Versammlungsbeginn dem Vorstand schriftlich zur Kenntnis gegeben werden.

Sollte eine vorherige Mitteilung nicht möglich sein, aus zwingendem Grund (Nachweis erforderlich), muss die Information am Tag der Versammlung, vor der Versammlung dem Versammlungsleiter mitgeteilt werden.

 

  1. Beschlussfassungen

 

  • Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde und mindestens ¼ der Voll-Mitglieder anwesend ist oder eine entsprechende Vollmacht vorliegt.

 

  • Stimmberechtigt / beschlussfähig sind aus der Mitgliederversammlung nur Voll-Mitglieder. Ist weniger als ¼ der Voll-Mitglieder anwesend, kann eine weitere Mitgliederversammlung einberufen werden, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Voll-Mitglieder beschlussfähig ist.

 

  • Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

Hierbei kommt es auf die abgegebenen Stimmen an.

Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen.

Ein stimmberechtigtes Mitglied kann seine Stimme auch schriftlich abgeben (kombinierte Abstimmung)

 

  • Beschlussfassungen sind in Ausnahmefällen – aus Gründen der räumlichen Entfernung der Mitglieder – auch per E-Mail oder schriftlich per Post möglich.

 

§7 – Vorstand: Zusammensetzung, Wahl, Aufgaben

 

  1. Zusammensetzung

Der Vorstand des Vereins besteht aus:

  • dem Vorstandsvorsitzenden
  • dem 1. Stellvertreter
  • dem 2. Stellvertreter

 

  1. Wahl des Vorstandes
  • Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung (anwesende oder durch Vollmacht stimmberechtige Mitglieder) gewählt.
  • Vorstandsmitglieder können nur Voll-Mitglieder des Vereins werden.
  • Ehepartner oder Partner in eheähnlicher Gemeinschaft dürfen nicht zeitgleich dem Vorstand angehören.
  • Die Mitglieder des Vorstandes werden für die Zeit von 5 Jahren gewählt (Wiederwahl ist zulässig). Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf der Amtszeit aus, so kann sich der Vorstand durch Neuwahl ergänzen.

  • Mit Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt im Vorstand.
  • Voll-Mitgliedern ist es auch möglich schriftlich (per Post oder E-Mail) ihre Stimme abzugeben.

 

  1. Aufgaben des Vorstandes

3.1. Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom Vorstandsvorsitzenden oder dessen Vertretung lt. Satzung einberufen wurden.

  • Vorstandssitzungen sollen 1 x im Monat stattfinden, entsprechend dem jederzeit vom Vorstand veränderbaren Arbeitsplan.
  • Die Vorlage einer Tagesordnung ist notwendig.
  • Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind.
  • Nach jeder Vorstandssitzung wird ein Protokoll erstellt.
  • Der Vorstand entscheidet mit Stimmenmehrheit.
  • Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die Stimme des 1.  stellvertretenden Vorsitzenden.
  • Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb der Amtszeit aus, kann der Vorstand für die nächste Mitgliederversammlung ein neues Vorstandsmitglied vorschlagen.
  • Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben solange im  Amt.
  • Über die Vorstandssitzungen ist ein Protokoll zu führen, welches jedes Vorstandsmitglied ausgehändigt bekommt.

 

3.2. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht einem anderen Organ durch Satzung zugewiesen sind.

  • Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere:

. Repräsentation und Vertretung des Vereins

. Durchführung von Vorstandssitzungen

. die Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung

. das Aufstellen der Tagesordnung für die Mitgliederversammlung

. Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung Vorbereitung

. eines etwaigen Haushaltsplanes

. Buchführung,

. Erstellung eines Jahresberichtes = Tätigkeitsberichtes,

. Vorlage der Jahresplanung

. Beschlussfassung über Aufnahmeanträge und Ausschlüsse von Mitgliedern

 

  • Der Vorstand darf sich eine Geschäftsordnung geben, in der die Geschäftsabläufe und Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

 

 §8 – Gesetzliche Vertretung

  1. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
  2. Der Verein wird gerichtlichnur bei gerichtlichen Auseinandersetzungen — durch je zwei der genannten Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.
  3. Der Verein wird außergerichtlich und gerichtlich (z.B. bei Beschlüssen der Mitgliederversammlung, die notariell beglaubigt werden müssen)durch den Vorstandsvorsitzenden alleine vertreten, oder durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam.

 

§9 – Kassenwart

  1. Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte einen Kassenwart.
  2. Der Kassenwart ist kein Vorstandsmitglied, muss aber Vollmitglied sein.
  3. Aufgaben des Kassenwartes
  • prüft die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und bestätigt diese durch seine Unterschrift
  • prüft rechnerisch alle Belege des Vereins
  • nimmt an allen Vorstandssitzungen teil
  • reicht dem Vorstand zu jeder Vorstandssitzung einen monatlichen Kassenbericht zur Prüfung ein
  • Der Kassenwart erstattet der Mitgliederversammlung zur Jahresversammlung einen Kassenbericht.
  • erstellt einen Finanzbericht zur jährlichen Vorlage beim Finanzamt – dieser wird im Vorstand besprochen und beschlossen.

 

 §10 – Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur von der Mitgliederversammlung beschlossen werden.
  • Der Beschluss über die Auflösung bedarf einer ¾ Mehrheit aller abgegebenen Stimmen.
  • Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der 1. Stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.
  • Die vorstehenden Vorschriften gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.
  1. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an  den AWO Landesverband Berlin e.V.,  zwecks Verwendung für Projekte im Täter-Opfer-Ausgleich.

§11 – Inkrafttreten

Die beschlossene  Satzung tritt mit Beschlussfassung in Kraft.

 

Berlin, 02. 12. 2016

 

 

 

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Marion Waade                              Karin Korytowski                                               Sylvia Geiss

Vorstandsvorsitzender                                1. Stellv.  Vorsitzender                                 2. Stellv.  Vorsitzender